Warum 'AI First' für Lehrkräfte und Fachkräfte scheitert
Die Tech-Branche liebt den Begriff "AI-first", doch im Kern gibt es ein großes Problem: Die meisten AI-first Tools werden von Ingenieurinnen und Ingenieuren für Ingenieurinnen und Ingenieure gebaut - nicht für Lehrkräfte, Beratende oder andere Fachkräfte, die diese Werkzeuge täglich nutzen sollen.
"AI-first fragt 'was kann die KI?'. Workflow-first fragt 'was muss der Mensch erledigen?'."
Nach hunderten Stunden Beobachtung, wie echte Fachkräfte KI-Tools nutzen, sehe ich immer wieder das gleiche Muster: beeindruckende Demos, aber enttäuschende Nutzung im echten Arbeitsalltag. Das Problem ist nicht die KI - es ist der Ansatz.
Die AI-first Falle
Was AI-first wirklich bedeutet
Ein typisches Erlebnis mit einem KI-Schreibassistenten:
- Leerer Bildschirm mit einer einschüchternden Eingabebox
- Du versuchst, deinen Kontext zu erklären, den die KI nicht kennt
- Du erhältst generisches Output, das viel Nachbearbeitung braucht
- Du verbringst mehr Zeit mit dem Korrigieren als mit dem Schreiben
- Du wiederholst den Prozess bei jeder neuen Aufgabe
Das ist AI-first: Die Fähigkeiten der KI bestimmen das Produkt - Menschen müssen sich an die Denkweise der Maschine anpassen.
Das Problem der kognitiven Belastung
AI-first Tools erhöhen oft die mentale Belastung statt sie zu reduzieren. Nutzer müssen:
- Prompt Engineering lernen, um brauchbare Ergebnisse zu erhalten
- KI-Grenzen kennen, um Fehler zu vermeiden
- Ständig zwischen Arbeit und KI-Kontext wechseln
- Eine mentale Modellierung darüber führen, was die KI weiß und was nicht
Echtes Beispiel: Unterrichtsplanung
Sarah, eine Lehrerin der Jahrgangsstufe 5, probierte ein AI-first Tool zur Unterrichtsplanung:
- Schritt 1: Ihre Klasse, Lernziele und Rahmenbedingungen eingeben
- Schritt 2: Warten auf eine generische Unterrichtsskizze
- Schritt 3: Viel überarbeiten, um Stil, Niveau und Schülerbedürfnisse anzupassen
- Schritt 4: Manuell mit Kalender und Ressourcen abgleichen
- Ergebnis: 45 Minuten für etwas, das 10 Minuten dauern sollte
Der AI-first Ansatz zwingt Sarah dazu, Prompt Engineer zu werden - statt Lehrerin zu sein.
Die workflow-first Alternative
Workflow-first beginnt mit einem tiefen Verständnis der tatsächlichen Arbeitsabläufe und setzt KI gezielt dort ein, wo sie Reibung reduziert und Fähigkeiten verstärkt.
Wie workflow-first Denken alles verändert
AI-first Frage: "Was kann unser KI-Modell?" Workflow-first Frage: "Was muss Sarah erledigen und wo bleibt sie hängen?"
Als wir Sarahs echten Planungsprozess analysierten, stellten wir fest:
- Sie plant in Wochenblöcken, nicht in Einzelstunden
- Sie wiederverwendet gute Aktivitäten mit kleinen Anpassungen
- Sie braucht schnelle Änderungen, wenn Termine verschoben werden
- Sie will automatische Lehrplanabgleiche
- Sie möchte prüfen und freigeben, statt von vorne zu beginnen
Diese Erkenntnisse führten zu AutoPlanner - einem workflow-first Tool, das:
Workflow-first in der Praxis
Ergebnis: Sarah reduzierte ihre Planungszeit von 3 Stunden pro Woche auf 30 Minuten - mit besseren und konsistenteren Ergebnissen.
Warum AI-first in der Praxis scheitert
1. Das Kontextproblem
AI-first Tools erwarten perfekten Input. Echte Menschen:
- Sind beschäftigt und abgelenkt
- Arbeiten mit unvollständigen Informationen
- Brauchen sofortige Ergebnisse
- Wollen Tools, die vorherige Arbeit merken
2. Das Problem generischer Ergebnisse
AI-first Tools zeigen beeindruckende Fähigkeiten, aber liefern:
- Unbrauchbare erste Entwürfe
- Generische Vorlagen ohne persönlichen Bezug
- Unvorhersehbare Qualität
- Keine Lernfähigkeit basierend auf Präferenzen
3. Das Integrationsproblem
Viele AI-first Tools leben isoliert und zwingen Nutzer dazu:
- Daten ständig zu exportieren und importieren
- Informationen mehrfach zu pflegen
- Zwischen Systemen zu springen
- Beziehungen zwischen Aufgaben neu herzustellen
Reale Beispiele: workflow-first Erfolg
Fallstudie: Meridian High School
AI-first (früheres Tool):
- Lehrkräfte öffnen KI-Interface
- Beschreiben die Aufgabe
- Erhalten generische Rubrikvorlagen
- Bearbeiten sie umfangreich
- Ordnen sie manuell Schulstandards zu
Workflow-first (Zaza Teach):
- System kennt Fach, Klassenstufe und schulische Standards
- Generiert automatisch passende Rubriken
- Nutzt frühere erfolgreiche Aufgaben
- Passt Empfehlungen an aktuelle Lerneinheit an
- Integriert sich direkt ins Notensystem
Ergebnis: 75 Prozent weniger Zeitaufwand, höhere Konsistenz.
Fallstudie: Close Agent im Immobilienbereich
AI-first (typische CRM KI):
- Agent beschreibt Interaktion
- KI generiert generische Follow-up E-Mail
- Agent überarbeitet intensiv
- Plant Erinnerungen manuell
- Wiederholt alles für jeden Kunden
Workflow-first (Close Agent):
- System überwacht echte Interaktionen automatisch
- Generiert Follow-ups basierend auf Verhaltensmustern
- Pflegt Beziehungshistorie
- Plant nächste Schritte basierend auf optimalem Timing
- Eskaliert nur, wenn nötig
Ergebnis: 40 Prozent mehr Follow-up Konsistenz bei 60 Prozent weniger Verwaltungsaufwand.
Der Unterschied in der Denkweise
AI-first vs workflow-first
Workflow-first bedeutet: KI ist Infrastruktur, nicht Oberfläche. Die besten KI Tools sind oft unsichtbar - du erreichst mehr, ohne ständig an die KI zu denken.
Workflow-first Lösungen entwickeln
1. Echte Arbeitsabläufe studieren
- Menschen im Alltag beobachten
- Aktuelle Prozesse dokumentieren
- Wiederkehrende Tätigkeiten identifizieren
- Kontextwechsel erfassen
2. Für den 80 Prozent Fall designen
- Häufige Szenarien optimieren
- Gute Standardwerte anbieten
- Den häufigen Fall leicht machen
- Systeme entwickeln, die dazulernen
3. Integrieren, nicht isolieren
- In bestehenden Tools arbeiten
- Workflows erhalten, aber Reibung entfernen
- Zusammenhängende Daten pflegen
- Mentale Modelle respektieren
Key takeaways
- AI-first konzentriert sich auf Technologie statt auf Menschen
- Workflow-first beginnt mit menschlichen Bedürfnissen
- Die besten KI Tools sind oft unsichtbar
- Kognitive Belastung ist ein zentrales Hindernis für KI-Adoption
- Integration in bestehende Workflows ist entscheidender als beeindruckende Modelle
- Generische Outputs erfordern meist mehr Arbeit als eigene Entwürfe
- Erfolg kommt aus echtem Verständnis menschlicher Abläufe
Die Zukunft ist workflow-first
Die erfolgreichsten Organisationen nutzen nicht die komplexesten Modelle, sondern diejenigen, die menschliche Workflows am besten verstehen. Sie entwickeln Tools, die sich wie natürliche Erweiterungen der täglichen Arbeit anfühlen.
Die AI-first Ära brachte beeindruckende Demos und Investitionen. Die workflow-first Ära wird Werkzeuge hervorbringen, die Fachkräfte wirklich gerne täglich nutzen.
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